Die Entstehung

Im Jahr 2016 entstand die Idee, ein Kammermusikprojekt auf die Beine zu stellen. Das Ziel sollte sein, eine gesamte Woche nur der Musik zu widmen. Ohne Stress, ohne Zeitdruck und fern von allen Tarif-Verträgen, welche zwar sehr gut und nötig in unserem Musiker-Beruf sind, die Musik als solche aber leider oftmals an die zweite Stelle rücken lassen, haben wir also die sechs Triosonaten für zwei Oboen, Fagott und Continuo von Jan Dismas Zelenka intensiv erarbeitet und zur Aufführung gebracht. Schon nach den ersten Probentagen war klar, dass wir weitermachen wollen. So begannen Anfang 2017 die Vorbereitungen für die eigentliche Gründung des Ensembles
Desiderio. Das Ensemble wurde vergrößert und MusikerInnen aus Südtirol und verschiedenen Ländern Europas fanden sich zusammen, um gemeinsam in Bozen zu proben. Nach erfolgreichen Konzerten der Kammermusikfassung von Mahlers 4. Sinfonie, dem Sextett des Bozner Komponisten Ludwig Thuille und einem Streichquartett von Joseph Haydn, haben die SüdtirolerInnen unter uns, Agnes Mayr, Miriam Kofler und David Fliri, den Entschluss gefasst und den Verein Ensemble Desiderio gegründet, da wir nun noch mehr Zukunft in dem Ensemble sahen und bereits Ideen für längerfristige Projekte im Entstehen waren.

Wie es weiterging…

Auf dem Programm unserer Konzertreihe im August 2018 waren einige äußerst rare Kammermusikwerke von Pärt, Janacek, Kancheli, Veress und Berio zu finden. Jedes Stück hatte eine unterschiedliche Besetzung und wirkte schon allein deshalb sehr abwechslungsreich und farbenvoll auf das Bozner und Brunecker Publikum. Die KünstlerInnen teilen unter anderem die Liebe zur Barockmusik sowie zur historischen Aufführungspraxis, deshalb wurde für 2019 ein barockes Programm geplant. Musik von Telemann und Rameau fand ihren Weg in die alten Mauern von Schloss Maretsch, welches mittlerweile zu unserer Stammspielstätte gehört, und auf die Trostburg. Für 2020 waren erstmals zwei Projekte geplant, nämlich ein französisch inspiriertes Programm im April und ein Programm im Spätsommer mit der zweiten Serenade von Brahms und dem Siegfried Idyll von Wagner. Leider hatte uns die noch immer andauernde Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Somit kamen wir zum Entschluss, im August desselben Jahres ein Projekt vorwiegend mit MusikerInnen aus Südtirol zu planen und Auszüge aus bekannten Opern in der Bearbeitung für Bläserquintett zu erarbeiten.

Das macht uns aus:

Die Offenheit, Entdeckungslust und Begeisterung, welche jede/r einzelne von uns in sich trägt, zeichnen dieses junge Ensemble aus und sind die Gründe, warum wir uns jedes Jahr wieder zusammenfinden und uns um die Schaffung einzigartiger Konzerterlebnisse bemühen. Es ist ein besonderes Erlebnis, wenn jede/r MusikerIn mit demselben Willen und Maß an Motivation dabei ist. Dem Repertoire werden keine Grenzen gesetzt, deshalb formt sich das Ensemble jedes Jahr neu um die drei genannten Musiker/Innen– je nach Repertoire und Stilrichtung.

Das sind wir:

Bei den MusikerInnen handelt es sich um hervorragende und international erfolgreiche Solisten, Kammer- und Orchestermusiker, die zusätzlich zu ihren Tätigkeiten an verschiedenen Institutionen in unterschiedlichen Städten Europas, ihre Liebe zur Kammermusik pflegen möchten und ein hohes Maß an Engagement, Begeisterung und Idealismus mitbringen. Die Mitglieder des Ensemble Desiderio arbeiten unter anderem mit Orchestern zusammen, wie den Berliner Philharmonikern, em Mahler Chamber Orchestra, Musicaeterna/Currentzis (Oper Perm), dem Rundfunksinfonieorchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, den Stuttgarter Philharmonikern, der Staatskapelle Weimar, Slovenska Filharmonija u.v.a. Die Harmonie in der Gruppe, die gegenseitige Inspiration, Wertschätzung und  Bereicherung sind kennzeichnend für das Ensemble. Genau diese Eigenschaften lassen die Konzerte dieser KünstlerInnen zu einzigartigen Erlebnissen werden.

Berichte über uns:

www.barfuss.it – Aus Liebe zur Musik

www.vinschger.it – Seelenbalsam in St. Zeno